Holzen/Ith (afi) Von der Aussetzung der Wehrpflicht, damit verbunden von dem Wegfall des Zivildienstes und der Einsetzung des Bundesfreiwilligendienstes sind die einstigen Zivildienstschulen erheblich betroffen, so auch die ehemalige Zivildienstschule, jetzt Bildungszentrum, auf dem Ith.
Die SPD Samtgemeinderatsfraktion und der Vorstand des Samtgemeindeverbandes Eschershausen-Stadtoldendorf, sowie Landratskandidatin Angela Schürzeberg, nahmen dies zum Anlass, beim Schulleiter Rainer Dörnbrack direkt nach den Zukunftsaussichten zu fragen. Schließlich geht es um 15 bis 20 Arbeitsplätze, sowie um Aufträge für Handel, Handwerk und Dienstleitung. Nicht zu vergessen ist auch der touristische Nutzen; haben doch viele junge Menschen bislang die Region durch die Zivildienstschule kennen gelernt.
Rainer Dörnbrack informierte über die geleistete Arbeit in den letzten Wochen und Monaten, sowie über die Namensänderung in „Bildungszentrum Ith“ und die damit verbundenen Änderungen beim Bildungsangebot. Zudem konnte er von einer momentanen intensiven Vorbereitung auf die anzubietenden Themenschwerpunkte berichten. Im Gesetz zum Bundesfreiwilligendienst ist unter §4 die pädagogische Begleitung festgeschrieben. Gemeinsam mit 16 weiteren Bildungseinrichtungen sollen die Vorgaben des Gesetzes erfüllt werden. Das Bildungszentrum Ith legt dabei einen Schwerpunkt auf die politische Bildung.
Im Verlauf der Diskussion wurde die Sorge der Kommunalpolitiker deutlich, dass aufgrund zurückgehender, bzw. nicht zu erreichender Freiwilligenzahlen, der Bestand einiger Bildungseinrichtungen gefährdet sein könnte. Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben setzt für Beratung und Betreuung von Freiwilligen Regionalbetreuer ein. Dies kann ein Zeichen dafür sein, dass künftig der Regionalbezug bereits bei Personalgewinnung aber auch beim Personaleinsatz im Vordergrund steht. Landratskandidatin Angela Schürzeberg referierte in diesem Zusammenhang über die ausgezeichnete Vernetzung des Landkreises Holzminden, beispielsweise in der Regionalen Entwicklungskooperation Weserbergland, mit den Landkreisen Holzminden, Hameln-Pyrmont, Schaumburg und Nienburg, mit über 500.000 Einwohnerinnen und Einwohnern und bot bei der Vermittlung von Kontakten ihre Hilfe an.
Bei einem ausführlichen Rundgang durch die Bildungseinrichtung konnten sich die Teilnehmer vom guten und gepflegten Zustand der Unterkünfte, Seminarräume und Sport- und Freizeiteinrichtungen ein umfassendes Bild machen. „Das Bildungszentrum Ith ist ein Teil unserer Region, die Schule ist komplett integriert und wird von der Bevölkerung akzeptiert und angenommen, wie die bereits traditionellen „Ither-Gespräche“ in der Vergangenheit gezeigt haben. Wir werden uns für einen Erhalt und für eine Stärkung des Bildungszentrums entsprechend politisch einsetzen“, resümierte Fraktionschef Andreas Fischer und bedankte sich bei Rainer Dörnbrack für den offenen und freundlichen Empfang.